Unabhängigkeitskriege

aktualisiert am: 21. Dezember 2020

Freiheit für Dittigheim

„Kriege“ zwischen Dittigheim und Tauberbischofsheim:

Seit wann diese „Kriege“ sind, kann heute keiner mehr sagen. Bei einem „Kampf“ wurde mit einem Kleinkaliber Gewehr Hugo Hönninger 1913 am Knie getroffen. Das Knie wurde lebenslang steif. Diese Kämpfe gingen noch bis Anfang der 1960er Jahren, vor allem zur Faschingszeit, von den Felsen über das „Dawelder“ > Taubertal mit Steinwürfen, „Spatzenschleuder“ und andere „Waffen“ gegen die „Tarzan-Bande“ aus Tauberbischofsheim, auf der anderen Seite an der Friedrichshöhe / Schlacht oder am Höhberg. Den „Tarzan“ (als Spitzname) gab es tatsächlich, der Name war vermutlich durch die Tarzan-Filme inspiriert.

Dittigheim 1961: Angriff gegen die Tarzan-Bande

Vor allem zur Faschingszeit griffen die Diddemer die „Tarzan-Bande“ aus Tauberbischofsheim mit der Spatzenschleuder und anderen „Waffen“ an.

Große politisch Streitigkeiten gab es immer wieder und das seit vielen Jahren. So z.B. auch nach dem Bau der Umgehungsstraße in TBB. Die Dittigheimer konnten nicht mehr den gewohnten und kurzen Weg nach TBB gehen und mussten einen großen Umweg machen. Durch Gerichtsbeschluss wurde dann die Unterführung der B 27 gebaut.

Die „Diddemer“ stichelten immer wieder. Im Sommer wurde oft der „Süd“ (Abfall bei Dreschen) in den Wässergraben geschüttet. Das Wasser floss dann in das Schwimmbad von TBB, der mit dem Tauberwasser gefüllt und verunreinigt wurde. Wer das gemacht hat, kam nie heraus. Erst später wurde das Wasser über die Wasserleitungen und Quellen ins Schwimmbad geleitet.

Schon um 1900 und 1937 wurde der Versuch gemacht, dass Dittigheim zu Tauberbischofsheim eingemeindet werden soll. Das wurde jedoch auch schon damals abgelehnt.

Während andere Gemeinden, wie Hochhausen und Impfingen bereits 1968 , Dienstadt und Dittwar 1972 freiwillig einer Eingliederung zustimmten, hoffte Dittigheim noch immer selbstständig bleiben zu können. Nach dem Stichtag der Kreis- mit Gemeindereform wurde am 1. Januar 1973 trotz einem Anteil von über 90 % Gegenstimmen aus der Dittigheimer Bevölkerung die Fusion durch das Regierungspräsidium Stuttgart angordnet. Die Gemeinde Dittigheim hatte gegen die Reform Einspruch eingelegt und die Streitigkeiten gingen noch bis 1975. Diese „Kriege“ wurden bis 1975 zur „Zwangseingemeindung“ geführt.

Dittigheim war eine „reiche“ Gemeinde und es gab keine Arbeitslosen.

Die Eingemeindung wurde zum 1. Januar 1975 jedoch beschlossen.

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